Kunst im öffentlichen Raum

Wir bauen uns eine Stadt! Workshop im Rahmen von Kaleidoskop Südstadt
Ein riesiger Erdhügel ragt auf dem Bauplatz vor der Schule empor. Aus dieser Erde, vermischt mit Stroh und Wasser, stellen wir den Urbaustoff Lehm her. Im Lauf der Woche entsteht auf dem öden Kiesgelände eine modellhafte urbane Landschaft mit Tortenhäusern, Fernsehtürmen, Schwimmbädern und Stauseen, die von Käfern und Bären bewohnt wird. Mit einem Handwagen und bepackt mit allem, was wir für unseren Städtebau brauchen, ziehen wir durch die Südstadt und installieren auf Plätzen und vor den Wohnhäusern der beteiligten Kinder verwegene Architekturmodelle.
https://www.kaleidoskop-suedpark.de/matschmodellskulpturenpark.html
Kerstin Stoll und Jelka Plate  2019

Kaleidoskop ist ein offenes und unabhängiges Format. Es verfolgt das Ziel mit Menschen vor Ort an Fragestellungen zu arbeiten, die ihr unmittelbares urbanes Lebensumfeld betreffen. Zentral dabei ist die praktische Auseinandersetzung mit dem Quartier sowie das gemeinsame Bauen an einem 1:1 Modell mit künstlerischen Methoden und Mitteln kultureller Bildung. Dadurch schafft das Projekt ein partizipatives Angebot mit vielfältigen Möglichkeiten zur Teilhabe und unterscheidet sich von den Routinen tradierter stadtplanerischer Beteiligungsprozesse. 
Kaleidoskop wurde initiiert von:  Maike Fraas, Anna Kokalanova, Maik Ronz, Johanna Padge

Fotos: © Kerstin Stoll

SolAir Silmandé  Jelka Plate

SolAir Silmandé ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Musiker und Gartengründer Patrick Kabré / Atelier Silmandé & dem Künstlerkollektiv Face-O-Sceno aus Ougadougou sowie den Hamburger und Berliner Künstler*innen Michael Böhler, Markus Lohmann, Viktor Marek und Jelka Plate. 
Foto: Patrick Kabré
2018/2019


SolAir Silmandé Jelka Plate

Im Werkstatthof von Face- O- Sceno haben wir mit Tischlern, Schweißern und Bühnenbildnern eine multifunktionale Holzskulptur gebaut und diese dann in Sabtenga aufgerichtet. Die Skulptur produziert dank einer Solaranlage, die auf dem Dach des Turmes installiert wurde, Licht und Strom für die Menschen in Sabtenga, der Vorort von Ouagadougou, in dem Patrick Kabré das ökologisch- kulturelle Zentrum des Atelier Silmandé betreibt.


SolAir Silmandé  Jelka Plate

Die Bühne im Erdgeschoss des Turmes bietet Platz für 2-4 Musiker und steht für Veranstaltungen zur Verfügung. Zugleich leuchtet hier abends Licht, so dass die Nachbarskinder hier abends lesen können und alle an eingebauten Steckdosen ihr Handy aufladen können oder mit dem Strom ein Kino betrieben werden kann. Zur Einweihung des Turmes spielten hier Viktor Marek und Patrick Kabré ein Konzert.
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Kunst im öffentlichen Raum Jelka Plate

http://solairsilmande.org/

SolAir Silmandé wurde gefördert vom Goethe Institut, der Kulturbehörde Hamburg und der Nordkirche 
2018/2019

Modellbau Jelka Plate

Making Space - Modellbau als künstlerische Strategie 

Laboratory mit ruandischen Künstlern und Architekturstudenten im Goethe Institut Kigali
2018


Lost in Representation Jelka Plate & Serge Fouha

Lost in Representation bringt die Schauspielerbiographien von Louis Brody, geb. 1892 in Douala, Kamerun und Serge Fouha, geb. 1982 in Yaounde, Kamerun, die beide nach Deutschland emigriert sind, zur Sprache. Vor dem Hintergrund des vermeintlichen Deutschkurses Schritte International unterlaufen die Antworten auf die Standardfragen „Wie heißt du?“, „Woher kommst du?“, „Warum bist du nach Deutschland gekommen?“ die Erwartungen der Fragenden.
zum Lesen des Scripts bitte ins Foto klicken
Entwickelt von Serge Fouha und Jelka Plate für:
Man schenkt keinen Hund initiiert von Christine Lemke in Kollaboration mit  Achim Lengerer /  Scriptings  2016
http://scriptings.net/files/lostinrepresentation.mp3 

Zusammen nähen Jelka Plate

Schneidercafés - Zusammen nähen mit geflüchteten Frauen und Kindern in einer Unterkunft für Geflüchtete im Wedding und in der  ZUsammenKUNFT  in Kreuzberg.

Das Schneidercafé des Kostümkollektiv e.V. war - in Kooperation mit den Sophiensaelen Berlin - zwei Jahre lang Teil der berlin-mondiale und wurde dann noch ein Jahr lang vom Bezirk Mitte gefördert.
Das Schneidercafé des Club BelAir war Teil des Pilotprojekts  ZUsammenKUNFT - eine Initiative des Haus der Statistik.
2016 - 2018 

Kunst im öffentlichen Raum Jelka Plate

Rekonstruktion des Berliner Schlossplatzes - 

nach Plänen der Urlandschaft 5.000 Jahre vor unserer Zeit

Ich behaupte, dass Bauarbeiter im Zuge der vorbereitenden Grabungsarbeiten zum Wiederaufbau des Stadtschlosses auf Findlingsblöcke gestoßen sind, die während der letzten Eiszeit vor ca. 30.000 Jahren durch gewaltige Gletscher von Skandinavien nach Norddeutschland und schließlich in das Gebiet des heutigen Berlin transportiert wurden. Die Gletscher begannen vor 20.000 Jahren zu schmelzen und hinterließen Unmengen von Steinen, Geröll und Sand, die die Berliner Urlandschaft mit Flüssen und Seen gestalteten.
2013
link zum Flugblatt


Kunst im öffentlichen Raum Jelka Plate

Der Bau des Schlosses muss gestoppt werden! An seiner Stelle soll das Berliner Urstromtal nach Plänen von 5.000 Jahren vor unserer Zeit rekonstruiert und für Menschen gesperrt werden.
Gespräche mit einem Vegetationshistoriker haben ergeben, dass sich dann zwischen den beiden Spreearmen ein Sumpfwald befände, der von Schwarzerlen, Stiel-Eichen, Moorbirken, Schilf, Schwertlilien, Pfeifengras, Engelwurz und Blutweiderich besiedelt wäre. 

Kunst im öffentlichen Raum Jelka Plate

Mit einem Modell dieses Vorschlages stehe ich im Sommer 2013 häufig an der Schlossbaustelle und diskutiere meine Idee mit Passant*innen und Bauarbeitern.

Fotos: © Kerstin Stoll

Kunst im öffentlichen Raum Jelka Plate

ausgestellt bei:
Schutzraum Thealit Bremen 2014 und bei Urban Invention im Kunstpavillon Videbaek, DK 2013
https://www.thealit.de/lab/schutzraum/index.php/projekte#j_plate

Kunst im öffentlichen Raum Jelka Plate

Un moment d ´une epoque à D.
Projekt zu Kunst im öffentlichen Raum mit den Künstlern Stéphane Balouri, Judicael S.A. Guéré, Saidou Ilboudo, Kiki Jean Robert Koudogbo, Firmin Nagolo, Ali K. Ouédrago, Christian Oumtogodo, Michel T. Zangré, Sylvo Zoungrana
link zu Begleitheft

Goethe Institut Ouagadougou
Burkina Faso  2013


Kunst im öffentlichen Raum Jelka Plate

Un moment d ´une epoque à D. 
Performances, Workshops, Fotoausstellung, Videodreh- und präsentation im öffentlichen Raum.
Auf Einladung des Goethe Instituts in Ouagadougou haben wir als multidisziplinäre Künstlergruppe zu den Fragen "Was kann Kunst im öffentlichen Raum bewirken?" & "Was bedeutet Kunst in einem Stadtviertel wie Dassagho " gearbeitet.

Kunst im öffentlichen Raum Jelka Plate

Into the Wild  Performance - und Interview Projekt mit Dudendance in Huntly, Schottland  
Für Into the Wild führte ich Interviews mit Einwohner*innen unterschiedlichster Altersgruppen aus Huntly, die mir ihre Verbindungen zu den Battlehill Woods schilderten. 
Das Projekt entstand auf Initiative von Dudendance in Anbetracht der angekündigten und mittlerweile vollzogenen Rodung des Waldes.
Parallel zu einer Performance, die in den Battlehill Woods stattfand, richteten wir ein temporäres Café ein, in dem man die geführten Interviews lesen, hören und diskutieren konnte.
Huntly, Schottland  2010

Kunst im öffentlichen Raum Jelka Plate

Into the Wild
Aufruf zur Teilnahme an Interviews über die Battlehill Woods
nachzulesen sind die Interviews unter:
https://battlehill-intothewild.blogspot.com/search/label/Interviews%20with%20Jelka

Kunst im öffentlichen Raum Jelka Plate

A Very Merry Unarchitecture to You
ist eine ausgedehnte Feier der Leere und ein Minimalmonument für eine Freifläche. In thematischer Nähe zur Behausung von Musterwohnungen, zur Baustellefür ein neues Appartementhaus sowie zum Modellpark Berlin-Brandenburg wird in einem Baucontainer die Merry Unarchitecture Werkstatt eingerichtet. Nach Gesprächen mit Anwohner*innen, die den Skulpturenpark Berlin_Zentrum aus dem Alltag heraus wahrnehmen, entsteht über den Zeitraum von einem Monat ein Modell des Skulpturenparks mit Zeit- und Maßstabssprüngen aus Erinnertem, Konkretem und Erfundenem.

Skulpturenpark Berlin_Zentrum WUNDERLAND SERIE 2009

Kunst im öffentlichen Raum Jelka Plate

A Very Merry Unarchitecture to You 

Die Merry Unarchitecture Werkstatt steht in spiegelverkehrtem Austausch mit einer am südlichen Rand des Skulpturenparks, an der Stallschreiberstraße gelegenen Modellbauwerkstatt. Hier werden repräsentative Gebäude Berlins im Maßstab 1:25 nachgebildet, die in den Modellpark Berlin-Brandenburg übergehen und als touristische Attraktion öffentliche Aufmerksamkeit erlangen. Jelka Plate trifft sich mit den Mitarbeitern der vom Jobcenter Friedrichshain-Kreuzberg geförderten Einrichtung zu einem fachlichen Austausch, der wechselseitig in beiden Werkstätten stattfindet. Es entstehen fünf Interviews, die während der Öffnungszeiten der Merry Unarchitecture Werkstatt zum Anhören bereitliegen. 

Kunst im öffentlichen Raum Jelka Plate

 

Letzte Reisen - Audiothek für Rituale des Abschiednehmens ist eine Sammlung von Interviews, die ich mit Neuköllner Expert*innen geführt habe. Gemeinsam gehen wir der Frage nach, welche Rituale Religionen und Kulturen im Umgang mit Sterben, Tod und Trauer entwickelt haben, wie sich diese in einer modernen Gesellschaft verändern und wie sie sich in einem fremden Umfeld wandeln oder  anpassen. 
Zu hören in der Schute der Galerie für Landschaftskunst Hamburg 2007, Museum Neukölln 2008 und Galerie im Körnerpark 2010
https://stiftung-historische-friedhoefe.de/das-leben-lassen-installationen-grafik-fotografie/




Kunst im öffentlichen Raum Jelka Plate

Cruising, Tubing & Fleein aboot
Interviewprojekt und Drive-In Cinema
Deveron Arts Huntly, Schottland
https://www.deveron-projects.com/jelka-plate/
2006

Kunst im öffentlichen Raum Jelka Plate

Cruising, Tubing & Fleein aboot Interviewprojekt und drive-in cinema
Bei der Frage nach Langeweile von Jugendlichen auf dem Land stiess ich in Huntly auf die Cruiser - Leute, die ihre Autos aufpimpen und mit ihnen auf immer gleichen Routen durch die Kleinstadt cruisen und sich auf einem bestimmten Parkplatz treffen. Mit Anwohnern und Cruisern haben wir mehrere Jahre hintereinander ein Drive-In Cinema auf verschiedenen Parkplätzen realisiert, da das ortsansässige Kino einige Jahre zuvor geschlossen wurde.


Kunst im öffentlichen Raum Jelka Plate

Cruising, Tubing & Fleein aboot Interviewprojekt und drive-in cinema
In Interviews, die ich in der lokalen Zeitung und einem handgemachten Booklet veröffentlichte sprach ich mit Cruisern,  Anwohner*innen, einer Sozialarbeiterin, einem Fahrlehrer, einem Polizisten und einem Künstler über die Kulturtechnik des cruisens, tubens, fleein aboots.

Urbane Praxis Jelka Plate

Handgemachte Waren-Häuser 
Galerie für Landschaftskunst, Hamburg 
2005

Urbane Praxis Jelka Plate

Handgemachte Waren-Häuser 
Alle Objekte der Installation sind aus Plastiktüten hergestellt worden. Sie stammen aus einer Tauschaktion, die Jelka Plate in der Hamburger Innenstadt unternommen hat. Hierbei hat sie Passanten ange­sprochen, ob diese ihre Tüte, die gerade bei H&M, Nike, Pimkie, oder Only etc. gefüllt worden war, ge­gen eine herkömmliche Tüte wie von Aldi, Penny etc. eintauschen würden. Wenn ein Tausch gelang, wurde offensichtlich, was sich die Angesprochenen gerade gekauft hatten. Nach dieser Aktion produzierte sie aus den zusammengenähten Plastiktüten den Markenartikeln ähnli­che Kleidungsstücke.  
Corinna Koch  Galerie für Landschaftskunst, Hamburg  2005

Urbane Praxis Jelka Plate

Handgemachte Waren-Häuser 

Der  Mix  der  verschiedenen Firmenlogos, der durch die zusammengenähten Tüten entstanden ist, macht auf das System der  Produktion aufmerksam. Denn es ist durchaus möglich, dass konkurrierende Markenprodukte in densel­ben Fabriken für Billiglohn hergestellt wurden. Dieser Verweis verstärkt sich noch einmal in einem weite­ren Teil der Installation. Hier hat Jelka Plate die Orte des Konsums real entstehen lassen, indem sie aus  den Plastiktüten Objekte gebaut hat, die wie Kaufhäuser oder Fabrikgebäude aussehen. So führt sie die Reproduktion zurück zur Produktion. Corinna Koch  Galerie für Landschaftskunst, Hamburg  2005

Installation Jelka Plate & Claudia Hamm

Wenn etwas entstanden ist, muss ja wohl gearbeitet worden sein -
Interviewprojekt über die gegenseitige Beeinflussung von Lebens- und Arbeitswelt in Zusammenarbeit mit Claudia Hamm und unseren Eltern und Geschwistern.
Realisiert mit dem  Arbeitsstipendium der Freien und Hansestadt Hamburg 2003
ausgestellt im Kunsthaus Hamburg und Sophiensaele Berlin 2004

Urbane Praxis Jelka Plate

Öffentliches WZ - Das Wohnzimmer verlässt das Haus und geht auf die Straße
Jelka Plate mit AHA, city.crime.control,Lisa Torrell, Kathrin Wildner, Markus Degermann, Mission direkt, Madsen&Möller, Plate/Willms, urban panic, Therkildsen, Nellemann & Nielsen, tetrapak
Info Offspring Dresden - Im Rahmen von City-Boogie-Woogie, gastkuratiert von Christiane Mennicke  
2002

Urbane Praxis Jelka Plate

Werde deine eigene Umgebung
in Zusammenarbeit mit Malte Willms und der Sozialistischen Selbsthilfe Mülheim / Köln
Entwickelt für: Ökonomien der Zeit
Museum Ludwig Köln 2002
https://revolver-publishing.com/konomien-der-zeit-agenda.html 

Urbane Praxis Jelka Plate

ready2capture! Hafencity - ein urbaner Raum?
von der Hamburger Gruppe tetrapak und 12 Künstler*innen aus dem baltischen Raum war der Versuch, die Bedingungen und ideellen Setzungen des Imageproduktes HafenCity Hamburg in Form von Texten, künstlerischen Projekten, kommentierten Bustouren, Vorträgen und Filmabenden zu untersuchen. 
artgenda Hamburg 2002

arbeit & architektur Jelka Plate&Malte Willms

arbeit&architektur  
in Zusammenarbeit mit Malte Willms
Interviewprojekt mit ehemaligen Mitarbeiter*innen der Schultheiss Brauerei Dessau, Stadtsoziologen, Architekten, ABM Kräften und Mitgliedern des Brauhausvereins
Büro Otto Koch  Dessau 2001

Werkleitz Biennale Jelka Plate & Malte Willms

Kulturelle Produzenten
Interviewprojekt über Kultur im Betrieb, Kultur auf dem Land, vor und nach `89 -
in Zusammenarbeit mit Malte Willms und Einwohner*innen von Werkleitz und Tornitz
4. Werkleitz Biennale  2000
 https://werkleitz.de/kulturelle-produzenten/ 


Die Mission Jelka Plate

Die Mission - Kunst & Suppe
Künstlerische Massnahmen gegen die Kälte e.V.

Die Mission - initiiert von Christoph Schlingensief - war ein selbstverwalteter Raum von und für Wohnungslose und alle, die Lust auf Austausch, Kultur und Stadtpolitik hatten.

1997-2000 

Publikation: bignes -
link zum Buchbeitrag über die Mission mit Interviews